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650-Jahr-Feier: festlich – sonnig – unvergesslich

 

„Diese Tage sollen in ein unvergesslich schönes Fest münden“ – dieser „fromme Wunsch“ aus dem Vorwort unserer Chronik ist reichlich in Erfüllung gegangen.

 

Und deshalb steht ein großes „DANKE“ hier ganz oben:

Danke allen Gittersdorfern für die Vorbereitungen, den Einsatz an den Festtagen und die notwendigen Nacharbeiten.

Danke allen freundlichen Helfer aus Neuenstein und Umgebung, welche die Durchführung unseres großen Festes erst möglich machten.

Danke den Beschickern unserer „Großen Festraße“: Unser Dorf konnte sich durch diese bunte Vielfalt großartig präsentieren.

Danke unseren Vereinsmitgliedern und dem Vorstand (mit der „Lokomotive“ Karsten Backhaus), die in ihrer Begeisterung nie nachgelassen haben.

Danke den Medien, besonders der „Hersfelder Zeitung“, die uns im Vorfeld und an den Festtagen mit ihren bunten Berichten in die Öffentlichkeit gebracht haben.

Danke den vielen hier Ungenannten – DANKE.

 

Nun eine kleine Revue unserer 650-Jahr-Feier, also diese Festtage in ihrer zeitlicher Abfolge rückschauend betrachtend:

Donnerstag, 13. Juli

Festlicher Gottesdienst mit Bischof Martin Hein, unserem Pfarrer Steffen Merle (Einsatz trotz Handikap), dem Posaunenchor und vierhundert Besuchern im geschmückten Festzelt. Die Inschrift unserer großen Glocke aus Römer 12, Vers 12

„Seid fröhlich in Hoffung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet“ bildete die Predigtgrundlage für unseren obersten „Hirten“. Zur Erinnerung an seine „Schäfchen“ bekam Bischof Hein die Gittersdorfer Kirche im Maßstab 1:70 überreicht. Karsten Backhaus und Werner Bolender vom Kirchenvorstand legten einen grünen Kranz nieder, der mit 22 weißen Rosen (für alle Gittersdorfer Generationen seit 1356) und einem Kreuz in der Mitte geschmückt war.

bischof_mit_kirche kranz
 

Der Kirchenvorstand geleitete den Bischof danach durch das Dorf zur Kirche, damit er auch unser wunderschönes Original bestaunen konnte.

Im Festzelt begann nun der „Dorfabend Gittersdorf“. Eingeleitet vom gemeinsam gesungenen Gittersdorf-Lied konnten Einheimische und ihre Gäste nur staunen, was den Gestaltern alles eingefallen war. Tanz und Gesang (KiGo-Kids, Crazy Dance Club, Dackelclub, Vogelnest Untergeis, Kirmesburschen) bildeten immer wieder Höhepunkte, die zu lang anhaltendem Beifall führten. Unvergesslich auch die Sketche, u. a. „Bahnfahrt nach Gittersdorf“. Ja, in Gittersdorf weiß man zu feiern.

Freitag, 14. Juli

Zum Festkommers konnte unser Vorsitzender Karsten Backhaus zahlreiche Gäste und dazu Ehrengäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Vereinen begrüßen. Wir Gittersdorfer hörten in launigen Worten viel Nettes über uns und den Rest der Welt. Wie bei einem solchen Geburtstag üblich, gab es auch Geschenke. Es sprachen u. a.: Innenstaatssekretärin Oda Scheibelhuber, Landrat Karl-Ernst Schmidt, BGM Walter Glänzer, MdB Michael Roth, MdL Elisabeth Apel und Ortsvorsteher Albert Kempf. Sogar Weinkönigin Barbara II. von der Mosel entbot ihren Gruß. Das Ziel des Weinbaus in Gittersdorf (bei fortschreitender Klimaerwärmung) ist aber genauso wenig ernst zu nehmen (und auch nicht anzustreben) wie die Einwohnerzahl von Mannheim zu erreichen.

Ja, die Ehrengäste würdigten unser Engagement für unser Dorf. Das Motto des Heimatvereins Gittersdorf „Alte Zeiten, neuer Schwung – unser Dorf bleibt jung“ kam an und wird uns weiterhin motivieren.

Samstag, 15. Juli

Das war der „Arbeitstag“ für uns, um die allerletzten Vorbereitungen für den Tag der „Großen Feststraße“ zu treffen. Nicht nur Herr Backhaus arbeitete (mit Yüksel Topal) in „seinem“ Backhaus, sondern in den Höfen und Häusern unseres Ortes waren „Heinzelmännchen“ am Werkeln. Für das leibliche Wohl duftete es bereits aus vielen Küchen, der Getränkeexpress war unterwegs, überall hörte man Klopfen und Hämmern – die Spannung bis zum großen Finale stieg ins Unerträgliche. Abends gab es im Festzelt noch die „Ferien-Disco“, organisiert durch die Kirmesburschen und -mädchen.

Sonntag, 16. Juli

Der historische Ortskern zwischen Hof Liewald und „Kulturscheune“, von der Mühle bis hinter der Kirche hatte sich in eine „Große Feststraße“ (Stehender Festzug) gewandelt. Festlich geschmückte Häuser, Höfe, Scheunen, Garagen und Straßen empfingen von 10 - 18 Uhr über 3.000 Besucher. Welche schönen Winkel unser Ort hat und was die vielen „Heinzelmännchen“ hervorgezaubert hatten! Auf sechs „Bühnen“ lief ein abwechslungsreiches Programm im Halbstundentakt, dazwischen unser gotisches Dorfkirchlein als Raum der Stille und der stündlichen Andachten. 71 verschiedene Programmpunkte wechselten sich ab – zu ersehen aus dem gut gestalteten „Orts- und Veranstaltungsplan“. Irgendeinen Programmpunkt hier hervorheben mag der Chronist nicht – in allem präsentierte Gittersdorf sich aufs Feinste. Buchstäblich an jeder Ecke gab es etwas anderes zu sehen (und zu kosten), wie es früher war oder wie es heute ist. Dazu bestes Sommerwetter bei einer angenehmen Wohlfühl-Temperatur – Gittersdorf feierte (s)ein unvergesslich schönes Fest.

Das Motto unseres Heimatvereins hat sich erfüllt:

Alte Zeiten, neuer Schwung – unser Dorf bleibt jung“. Bleiben wir dabei!

Beschlossen wurden die Festtage mit einer Andacht in unserem gotischen Dorfkirchlein:

 

„Unserm leewe Herrgott sei gedaankt,

fär des scheene Dorf im Hesselaand.

Zwesche Herschfeld undm Neuwestein,

dah is minne Heimat, doh benn ech drheim.“

 

Zum Schluss eine Bitte an alle Leser:

Falls Sie besonders schöne/interessante digitale Aufnahmen der 650-Jahr-Feier haben, leiten Sie diese für unser Bildarchiv an Helmut Liewald weiter. Danke.

Text: Uwe Hohmann Bilder: Helmut Liewald und Uwe Hohmann

 
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